Kindergottesdienst zum Sonntag Jubilate

3. Mai 2020


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Aaron lebt in einem Dorf in Israel, zu der Zeit als Jesus mit seinen Freundinnen und Freunden durch das Land zieht. Aaron ist gelähmt. Er kann seine Beine nicht bewegen, ihnen fehlt die Kraft, sein Gewicht zu tragen. Deshalb kann er nicht gehen, laufen und springen. Kein Arzt weit und breit konnte ihm helfen. Aaron verbringt seine Tage Zuhause. Er kann nicht arbeiten und Geld verdienen. Er bekommt nur wenig vom Leben im Dorf mit. Oft fühlt er sich vom Leben der anderen ausgeschlossen.

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Aber Aaron hat vier gute Freunde, die ihn regelmäßig besuchen. Sie kaufen für ihn ein, erzählen ihm Neuigkeiten, verbringen einfach Zeit mit ihm.

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Eines Tages rennen die Freunde aufgeregt herein. „Weißt du, wer zu Besuch im Dorf ist? … Jesus aus Nazareth! Der an vielen anderen Orten so toll über Gott gesprochen hat. Den musst du unbedingt treffen.“ Aaron sieht skeptisch zu ihnen auf und winkt ab. „Meint ihr? Mir haben all die Ärzte nicht helfen können. Warum sollte es bei Jesus anders sein?“ „Von Jesus wird berichtet, dass er schon viele Kranke gesund machte. Vielleicht kann er auch dir helfen.“ „Und wie soll ich zu ihm hinkommen?“ Aaron zeigt auf seine nutzlosen Beine. „Wir werden dich tragen“ antworten seine Freunde.

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Dann setzen sie ihn auf eine Trage und jeder greift eine Ecke. Vorsichtig heben sie die Trage an und tragen Aaron durch die Tür hinaus, quer durch das Dorf.

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Wenig später kommen sie zu dem Haus, wo Jesus ist. Vor der Tür hat sich eine große Menge versammelt. Viele Frauen und Männer möchten Jesus sehen und ihn hören. Dicht gedrängt stehen sie vor der Haustür – wie eine Mauer. „Hallo, dürfen wir bitte durch?“ fragen die Freunde. Aber die Leute bleiben stehen. „Wir waren zuerst da. Stellt euch gefälligst hinten an.“ Aaron seufzt. „Lasst es gut sein. Es ist sinnlos. Lasst uns zurück gehen.“ Aber seine Freunde geben nicht auf. Sie haben eine Idee.

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Das Haus hat ein flaches Dach, wie die meisten im Dorf. Über eine Leiter kann man auf das Dach hinaufgehen, um oben Wäsche zum Trocknen aufzuhängen oder um bei guten Wetter dort zu sitzen. Die Freunde tragen Aaron vorsichtig über die Leiter auf das Dach.

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Oben angekommen fangen sie an, ein Loch in das Dach zu machen. Sehr vorsichtig lassen sie Aaron durch das Loch im Dach herunter.

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Jesus setzt sich neben ihn. „Du glaubst, dass ich dir helfen kann?“ „Meine Freunde glauben daran. Es war ihre Idee. Sie haben schon so viel Gutes von dir gehört. Sie hoffen, dass du auch mir helfen kannst. Denn ich möchte mich gerne wieder richtig bewegen können.“ „Du hast großes Glück, so tolle Freunde zu haben. Ihr Vertrauen soll nicht enttäuscht werden. Mit Gottes Hilfe werde ich dir helfen.“

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Jesus ergreift Aarons Hand und zieht ihn langsam mit sich hoch. Aaron merkt, wie eine neue Kraft in seine Beine fließt. Seine Beine tragen ihn. Zum ersten Mal seit Jahren.

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Vorsichtig macht Aaron ein paar Schritte. Es klappt. Langsam geht er im Kreis, wird immer schneller. Dann hüpft er um Jesus herum. „Ich bin geheilt! Ich danke dir!“ „Bedanke dich auch bei deinen Freunden, die so fest glaubten und dich zu mir brachten.“ antwortet Jesus.

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Die Freunde eilen vom Dach runter, durch die Menge hindurch und umarmen Aaron. Er kann wieder arbeiten und richtig am Leben im Dorf teilnehmen. Und natürlich hat er gemeinsam mit seinen Freunden das Dach wieder repariert.