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Mai / Juni 2003

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  • 25.05.2003

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    Thora-Rolle zum Greifen nahe

    Synagogen-Besuch der Englisch-Gruppen

    Eine Thora-Rolle, das Wort Gottes - zum Greifen nahe! So brachte Herr Szentei-Heise in der Düsseldorfer Synagoge uns in Erstaunen; und noch mit vielen anderen Informationen überraschte der Verwaltungsdirektor: Seine Gemeinde ist mit 7100 Mitgliedern zur drittgrößten in Deutschland angewachsen. Die Räume reichen längst nicht mehr. Kindergarten und Grundschule sind sehr gefragt, auch von nicht-jüdischen Familien. Den Kindern - sie lernen fast nebenbei auch Englisch und Hebräisch - bekommt der Unterricht bestens, wie ihre Ergebnisse auf weiterführenden Schulen bestätigen: Sie haben mit der "Pisa-Studie" keinerlei Probleme. Dabei sind sie - auch im gegenwärtigen Deutschland - fröhliche Kinder: Sie feierten gerade das Purim-Fest mit bunten Kostümen und Geschenken.
    In Kürze bezieht die Gemeinde ein weiteres großes Gebäude. Das schafft Erleichterung für die Schul- und Jugendarbeit, auch für notwendige Integration und Lernmöglichkeit gerade der neuen Gemeindeglieder aus Osteuropa. Aber auch wir, die 35 Glieder und Gäste der Englisch-Gruppen, konnten schon am 18.3. - nach einem erfrischenden koscheren Frühstück - viel lernen: Schon der Synagogenraum, auch jüdische Riten und Gebräuche im Alltag weckten viele Fragen. Herr Szentei-Heise antwortete gerne und geduldig, genau und gewitzt; und er erinnerte an den Stand der Vorbereitungen für die künftige Neusser Synagoge.
    Der einhellige Dank der Teilnehmer gilt dem Initiator dieser Exkursion, Herrn Josef Mertens. Einen solch gelungenen Beitrag zum christlich-jüdischen Dialog kann man nur weiterempfehlen.

    Wolfgang Engels, Allerheiligen