Ev. Kirchengemeinde Norf-Nievenheim

Gemeindebrief "brücken bauen"

< Titelseite >

September / Oktober 2003

Titelthema
Serie: Glaubensbekenntnis
Presbyterwahl 2004
Projekte in Mosambik
Nacht Matthes
Serie: Kirchenlieder
In letzter Minute...
Für junge Leute
Ich wasche mich nicht Kirchentag
Nacht der Sinne
Chorausflug
Gemeindeausflug
Türgriffe für Friedenskirche
Gerechter Handel

Presbyterwahl 2004

Da sind nächstes Jahr schon wieder 4 Jahre um...

...und die Presbyterwahlen stehen erneut an. Anders als bisher wird die neue Amtszeit aber nur noch 4 Jahre betragen. Daher ist die Erwartung sehr groß, dass wesentlich mehr Gemeindeglieder bereit sein werden, sich mit einer solchen ehrenamtlichen Arbeit in der Gemeinde einzubringen. Bevor Sie aber demnächst kandidieren, fragen Sie sich vielleicht, welche Aufgaben auf Sie zukommen werden.

Das Presbyterium setzt sich zusammen aus den drei Pfarrstelleninhabern und je vier Presbytern pro Bezirk. Dazu kommt ein Presbyter aus den Reihen der hauptamtlich Tätigen. Das Presbyterium ist das oberste Leitungsorgan einer Kirchengemeinde und damit verantwortlich für den Kurs, den das "Schiff, das sich Gemeinde nennt" steuert.
Sehen wir uns also dieses Schiff einmal genauer an und beginnen mit den Voraussetzungen für einen Gottesdienst: Einstellung der Pfarrerinnen/Pfarrer, Küsterinnen/Küster und Erstellung deren Dienstanweisung. Weiterhin muss die Infrastruktur bereitgestellt werden: Bau, Umbau, Erweiterung, Instandhaltung der Kirchen und Gemeindehäuser sowie deren Inventar. Die Gottesdienstordnung muss festgelegt werden wie auch die Zweckbestimmung der Kollekten. Diese müssen gezählt, verbucht und eingezahlt werden. Schließlich gehört zum Presbyterdienst auch die Überwachung und eigene Mitwirkung beim Gottesdienst.
Der Bereich der diakonischen Aufgaben einer Gemeinde ist weit gefächert: Betreuung von Gemeindegliedern, Organisation von Besuchsdiensten und Unterstützung von Hilfebedürftigen. Weiterhin ist die Mitarbeit bei den Diakonischen Werken (Neuss, Grevenbroich und Dormagen) sowie bei der Telefon- und Notfallseelsorge erforderlich. Die Kindergärten müssen bezuschusst werden, und für den Betrieb der Kleiderstuben und Weltläden muss die Infrastruktur bereitgestellt werden. Gleiches gilt für Einzelgruppen wie Chöre, Bläserkreis, Frauenhilfe und Gruppen des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks, der gesamte Bereich der Jugendarbeit und letztlich auch unsere Redaktionsarbeit. Wie aus jedem Gemeindebrief ersichtlich ist, beschäftigt unsere Gemeinde (sehr intensiv) eine Kantorin, vier Hauptamtliche für die Kinder- und Jugendarbeit und einen Zivildienstleistenden.

Weitere Arbeitsfelder springen meist nicht so sehr ins Auge: Die Mitarbeit im Gemeindeverband, in der Kreis- und Landessynode, dem Gustav-Adolf-Werk und im Gemeinsamen Ev. Gemeindeamt Neuss.
Da Presbyter keine Unversalgenies sind, erledigen Ausschüsse, in denen dankenswerter Weise viele fachkompetente Gemeindeglieder ebenfalls ehrenamtlich tätig sind, die Hauptarbeit und legen die Ergebnisse dem Presbyterium zur Entscheidung oder zur Kenntnisnahme vor.
Die wichtigsten Ausschüsse sind: Finanzen, Bauangelegenheiten, Diakonie, Gottesdienst und Theologie, Kirchenmusik sowie Jugendarbeit. Die drei erstgenannten werden von je einem Kirchmeister geleitet, den das Presbyterium aus den eigenen Reihen gewählt hat. Jedes Mitglied des Presbyteriums sollte mindestens einem Ausschuss angehören. In der Regel tagen die Ausschüsse 2 - 3 Mal im Jahr, das Presbyterium monatlich.
Obwohl hin und wieder sehr kontrovers diskutiert wird, sind die Sitzungen geprägt von gegenseitigem Vertrauen und guter Zusammenarbeit. Deshalb wird auch Ihnen Ihre neue Amtszeit wie im Fluge vergehen. Daher versäumen Sie nicht, Ihre Kandidatur anzumelden. Bei wem? - Natürlich beim derzeit amtierenden Presbyterium!
Weitere Einzelheiten erfahren Sie im nächsten Gemeindebrief.

Helmut Schwiebert