Über die Wupper - und zurück!
Gemeindeausflug nach Wuppertal
Am 25. Juni fand der jährliche Gemeindeausflug statt. Der Weg führte uns in das Tal der Wupper nach Wuppertal-Barmen zur Gemarker Kirchengemeinde.
Wir - ca. 30 Personen - begannen mit der Besichtigung der neu ausgestalteten Gemarker Kirche. Im ehemaligen Turmeingangsbereich befindet sich ein ansprechender "Raum der Stille", welcher zum Mittagsgebet einlädt. Durch eine langjährige Presbyterin wurde uns die Kirchengeschichte an Hand einer Glas Trenn- und Schiebewand, welche den Zugang und den einladenden Kirchenraum trennt, erläutert.
Danach liegt der Ursprung der Kirche im Mittelalter, einschließlich entsprechenden Neu- und Erweiterungsbauten, auch befindet sich ein Hinweis auf den Mystiker und Dichter Gerhard Tersteegen (1697 - 1769) auf der Glaswand. Die Folgen des 2. Weltkrieges und der Wiederaufbau sind ebenso stilistisch dargestellt.
Das letzte Element zeigt die "Menora" (7-armiger Leuchter), als Hinweis auf die in direkter Nachbarschaft auf dem ehemaligen Kirchengelände errichtete neue Synagoge.
An der Turmkopfseite befindet sich eine kleine Bronzetafel mit dem Hinweis auf die 1934 verfasste, aus 6 Thesen bestehende "Barmer Theologische Erklärung", als Folge des Kirchenkampfes gegen den Nationalsozialismus. Unweit der Gemarker Kirche befindet sich diesbezüglich ein Mahnmal: betende Hände einerseits und Hitlergruß andererseits.
Eine kurze Einführung gab es zum City-Café, welches die Gemarker Kirchengemeinde mit ehrenamtlichen Helfern betreibt, um Verbesserungen im sozialen Umfeld der Innenstadt zu erreichen.
Ein interessanter Abschnitt begann mit der Besichtigung der gut abgesicherten, 2002 fertig gestellten Synagoge. Der Kirchenvorsteher der jüdischen Gemeinde erläuterte die Ausstattung des Gebetsraumes und die Darstellungen auf den Fenstern der Synagoge.
Beeindruckend wirkte der Thora-Schrank, welcher mit einem schwarzen, bestickten Vorhang - gespendet von der Familie Goldberg - verdeckt war. Die Stickereien zeigten in der Mitte die "Menora", sowie rechts und links die Symbole der 12 Stämme Israels.
Nach dem Mittagsimbiss besuchte ein Teil der Gruppe das jüdische Café bei der Synagoge, bevor wir zur Wupper gingen, um den Haltepunkt der Schwebebahn zu erreichen. An der letzten Station wartete bereits der Bus auf uns, und der brachte uns wohlbehalten in unsere Gemeindebezirke zurück.



